Hobbyrunden-Playoff-Halbfinale Schmucker Kicker – Griesheimer Wölfe

Hobbyrunden-Playoff-Halbfinale Schmucker Kicker – Griesheimer Wölfe 3:2 (2:2) n.V.

Spielertrainer Dosch coacht 98er zum Sieg!

Eins war von Anfang klar – es würde ein enges Spiel werden, so wie bisher alle Begegnungen der beiden Kontrahenten. Die These sollte recht behalten. Die 98er, die schmerzlich auf Ihren Captain Mo sowie den aktuell formstarken Sven  sowie die beiden Verletzten Marcel M. und Marvin  verzichten mussten, wollten über das Kollektiv kommen.

Und Spielertrainer Tobi zeigte gleich zu Beginn Raffinesse – und ließ neben Stoßstürmer Marcus  direkt von Beginn an mit Kay einen zweiten Stürmer als hängenden Außenspieler beginnen – es sollte sich auszahlen.

Es entwickelte sich schnell ein offenes Spiel, das wenig Mittelfeld kannte. Den 98er gelang es die ersten 25 Minuten hervorragend, das Kombinationsspiel der Wölfe zu unterbinden, die letztlich viel mit langen Bällen operierten. Stark war das Umschaltspiel der Schmucker Kicker, die sich in der 15. und 18. Minute mit einem Doppelschlag belohnen sollten – bei einem Ballgewinn am eigenen Strafraum kam Sascha  schnell an den Ball, der auf rechts außen Kay  sah und Ihn mit einem 20m langen hohen Ball in die Tiefe bediente, und Kay eiskalt den Keeper der Wölfe überlistete. 3 Minuten später sollte Sascha wieder den Ball bekommen auf links außen, und sollte erneut sein Spielverständnis zeigen.

Er zog in die Mitte und flankte butterweich an den langen Pfosten, wo erneut Kay  stand und per Kopfball ins rechte Eck einschweisste. Ein Doppelschlag der Sicherheit geben sollte. 5 Minuten vor der Pause sollten die Wölfe Ihre erste klare Chance nutzen, in dem Sie auf Strafraumhöhe an den Ball kamen, die 98er Abwehrreihe aussteigen ließ und unhaltbar für Keeper Andi links unten einschoss. Ein Treffer der Wirkung zeigen sollte.

Die zweite Hälfte sollte den jungen Griesheimer gehören, die sich ein Chancenplus erspielten, aber entweder am guten Keeper Andi scheiterten oder teilweise zu inkonsequent waren. So musste in der 53. Minute ein Foulneunmeter herhalten, den die Wölfe zum Ausgleich nutzten. Das Spiel beruhigte sich nun ein wenig, da beide Teams nun wieder etwas zu verlieren hatten. Glück hatten die 98er in der 65. Minute als ein satter Schuss der Wölfe an die SKT Latte klatschte.

Es sollte beim 2:2 in der regulären Spielzeit bleiben. 2×10 Minuten Verlängerung auf einem tiefen, nicht gerade frisch gemähten Rasen, zollten beiden Teams Ihren Tribut ab. Eine ausgeglichene erste Verlängerungs-Halbzeit sollte in eine zweite turbulente Verlängerungs-Hälfte gehen. Es war die fünfte Minute der zweiten Verlängerung als es zum Freistoß für die 98er kam, aus etwa 13 Metern, mittig vor dem Tor.

Selbst die Spatzen des Kalkstübchen-Dachs hörten es, das Spielertrainer Tobi dem Freistoßschützen Manuel  zurief „Manu! Vollspann – drauf das Ding!“ – und er sollte es genau so tun. Vollspann, flach, glitsichiger Rasen, und vor allem: der Keeper der Wölfe war mit der Hand dran, ehe der Ball ins Netz der Wölfe einschlug und somit vollkommen regulär das umjubelte 3:2 für die 98er darstellte.

Drei Minuten vor Ende der Partie sollte es unschön werden. Henry  der sich im Mittelfeld durch zwei Mann durchtankte und den Ball zu weit vorlegte foulte auf Höhe Mittellinie den Wölfe Spieler. Ein Pfiff, Freistoß Wölfe, aber leider auch ein Wölfe Spieler der die Fassung verlor und handgreiflich wurde, und in Folge dessen vom Schiedsrichter zurecht vom Platz gestellt wurde.

Zu viel für die Wölfe, die daraufhin meinten das Spiel für sich als beendet anzusehen und den Platz verließen, drei Spielminuten vor Ende der Partie. „So etwas habe ich noch nie erlebt. Unsportlich!“, polterte Niels . Und ja – so will man keine Spiele gewinnen. Aber auch klar: So verhält man sich auch nicht. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, da Sie sich nullkommanull hat provozieren lassen“, gibt Präsident Sascha  zu Protokoll.

Schiedsrichter Osterod beendete die Partie mit 3:2 für die 98er und notierte die Geschehnisse im Spielbericht. Tröstlich, dass man 10 Minuten nach dem Spiel, in einem normalen Dialog mit den Wölfen bei einem gemeinsamen Bier über die Geschehnisse reden konnte und letztlich friedlich auseinander ging.  Die 98er ziehen ins Endspiel ein – das zweite Playoff-Halbfinale spielen Dynamo Darmstadt-Stollengötter Amöneburg um den Endspielgegner zu ermitteln.

Es spielten: Andi (C) – Matthias, Niels, Daniel, Tobi, Torsten, Henry, Micha – Sascha, Timo, Jürgen, Manu – Kay, Marcus

Spielfilm: 1:0 Kai (15.), 2:0 Kai (18.), 2:1 Wölfe (30.), 2:2 Wölfe (53./Foulneunmeter), 3:2 Manu